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"Unsere Friedhofskultur war zu lange genormt. Die Vorschriften waren eng, und die Leute wollten nicht auffallen. Die Anzahl derjenigen, die einen personenbezogenen Grabstein haben möchten wächst jedoch. Es ist Gestaltungspielraum da - den sollten wir nutzen. Denn wenn dann mal ein individueller Grabstein auf dem Friedhof steht, der einfach auch schön ist, dann tut das auch den Anghörigen gut. Wir brauchen den Friedhof, um dort traurig sein zu können, um uns erinnern zu können, um in Gedanken nah bei denen zu sein, die nicht mehr unter uns leben.
Das personenbezogene Grabmal braucht Zeit. Angehörige kommen meist mehrere Male, denn eine Idee muß reifen. Der Grabstein soll ja lange stehen - das kann man nicht in Eile entscheiden. Viele Leute würden das am liebsten hinter sich bringen, wenn sie Sarg oder Urne aussuchen, noch vor der Bestattung. Angehörige sollten sich aber erst ein halbes Jahr nach dem Tod eines Menschen mit dem Grabmal beschäftigen - ich meine, das ist früh genug."

 Gunnar Ravn, Steinmetz


"Unter den deutschen Grabmalgestaltern wenden sich einige wieder verstärkt heimischen Materialien zu. Ihre Bereitschaft, zusammen mit Hinterbliebenen persönliche Lösungen zu erarbeiten, wird von vielen Menschen geschätzt. Aber auch die "industriellen" Grabmalproduzenten bieten heute eine große Vielfalt an zum Teil modularen Gestaltungsmöglichkeiten an. Auch wenn es heute viele alternative Beisetzungsmöglichkeiten gibt, die durchaus Zuspruch finden: Der Friedhof und das mit einem Grabmal bezeichnete Grab bleiben bedeutsam. Steinmetze und Friedhofsgärtner sind gut beraten, sich die Vorzüge guter Friedhöfe und ansprechend gestalteter Gräber vor Augen zu halten und dazu beizutragen, dass Orte entstehen und erhalten werden, die trauernde Menschen gerne besuchen. Und sie sollten sich darum kümmern, was der jeweilige Kunde sich vorstellt, was er sich wünscht und was er braucht."

 Bärbel Holländer, Fachzeitschrift Naturstein


"Das Grabmal ist ein Sinnzeichen. Sinn ist etwas, was sich lohnt. Sinnerfahrung hat auch immer etwas mit dem eigenen Selbstverständnis zu tun, dem Bewußtsein der Identität und Kontinuität im Lebensprozeß. Das Grabmal ist ein memento mori. Zuallererst für die Hinterbliebenen, darüber hinaus für alle anderen. Das Grabmal bietet die Möglichkeit der Kommunikation, es ist somit stellvertretend Adressat der Sprache beim Friedhofsgang und, ganz besonders wichtig, das Grabmal wird im Gestaltungsprozeß, in seiner Entstehung Sprache selbst. Es wird zu einem Kommunikationsmittel. Es hebt die Kommunikationshemmung, welche sich durch die Entfremdung des Todes in der modernen Gesellschaft verfestigt hat, auf."

 Timothy C. Vincent, Steinbildhauer


"Viele denken, ein Grabmal sei nur eine Tafel für Name, Geburts- und Sterbedatum. Doch das Grabmal ist der "Schlussstein" am Ende eines Lebens. Das Grabmal bezeichnet den Ort des Abschieds, an dem Hinterbliebene ihrem Abschiedsschmerz Ausdruck verleihen können.
Gleichzeitig markiert das Grabmal den Ausgangspunkt für einen Neubeginn. Es symbolisiert die bleibende Bindung zwischen Lebenden und Toten und macht einen Ort der Verbindung und Rückbindung sichtbar, an dem die Anwesenheit des Verstorbenen über den Tod hinaus symbolisiert wird.
Mit Hilfe des Grabmals überwinden wir die Sprachlosigkeit und die Angst vor der Ratlosigkeit des Todes. Im Zwiegespräch mit dem Menschen, mit dem wir uns wie gewohnt weiter beraten können, wachsen Mut und neue Hoffnung, das Wesentliche des Lebens im Hier und Jetzt nicht zu verpassen. "

 Hermann Weber, ehem. Aeternitas e.V.


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